
Fortbildungstagung Augenoptik MV 2025: Mecklenburg-Vorpommern auf der Überholspur
Stand 12.11.2025
Erfolg auf ganzer Linie

Am 8. und 9. November 2025 zeigte sich Mecklenburg-Vorpommern in Bestform: begeisterte Besucherinnen und Besucher, zufriedene Aussteller, inspirierende Vorträge – ein rundum gelungenes Fortbildungswochenende.
Das war die Fortbildungstagung Augenoptik MV im Schloss Hotel Fleesensee in Göhren-Lebbin.
Seit ihrer Premiere im Jahr 2013 hat sich die Tagung stetig weiterentwickelt. In diesem Jahr wuchs sie dann über sich hinaus. Die Teilnehmerzahl war mit rund 140 an beiden Tagen nahezu drei Mal so hoch wie in den Jahren zuvor. Auch die Industrieausstellung vergrößerte sich. Einige Aussteller sicherten sich dann auch direkt vor Ort ihren Platz für das kommende Jahr. „Der direkte Austausch ohne den üblichen Messerummel macht Veranstaltung wie diese so besonders. Und die Organisation, das Programm und die Location hier sind einfach toll“, lobte ein Aussteller.
Drei Innungen – ein gemeinsames Ziel
Gastgeberin der Tagung war die Landesinnung der Augenoptiker und Optometristen Mecklenburg-Vorpommern, die gemeinsam mit den Innungen Berlin und Brandenburg ein starkes Zeichen für fachliche Vernetzung und Zusammenhalt setzte. Teilnehmen konnten sowohl Innungsmitglieder als auch Nichtmitglieder.
Fachliche Tiefe trifft familiäre Atmosphäre
Das Erfolgsrezept der Tagung: eine kluge Themenauswahl, praxisnahe Referentinnen und Referenten und ausreichend Zeit für Gespräche. Die sorgfältig geplanten Pausen nutzten die Besucher nicht nur zur Stärkung, sondern auch für intensive Diskussionen mit Kolleginnen, Kollegen und Ausstellern und nicht zuletzt mit den Referenten, was die Relevanz der Themen unterstreicht.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt das Thema Kinderoptometrie. Esther Goeltzer aus Berlin begeisterte in zwei aufeinander aufbauenden Vorträgen am Samstag und Sonntag mit fachlicher Tiefe und Erfahrung. Rund um sie bildete sich regelmäßig nach den Vorträgen eine Traube interessierter Kolleginnen und Kollegen. „Frau Goeltzer wurde förmlich umlagert – kein Wunder, ihre Vorträge trafen den Nerv der Zeit“, so die Veranstalter.
Mit einer ganz anderen, aber ebenso spannenden Perspektive reiste Svenja Dominique Kim aus Nordrhein-Westfalen an. Ihr Vortrag über das Kundenmanagement nach der Implantation multifokaler Intraokularlinsen (MIOL) wurde von den Teilnehmenden als „hochprofessionell und faszinierend“ bezeichnet. Frau Kim konnte außerdem durch die Visualisierung der Auswirkungen der verschiedenen optischen Prinzipien wie EDOF (Extended depth of Focus), Bi- oder Trifokal bei IO-Linsen das Auditorium begeistern.
Diskussion mit Tiefgang: Myopieprävention im Fokus
Viel Anklang fand zudem das etwas andere Format der Diskussionsrunde zur Myopieprävention. Es wurde klar, das Augenlängenwachstum ist von großer Bedeutung. Die praxiserprobten Experten Wolfgang Wander und Torsten Pirwitz betonten: Ein erhöhtes Augenlängenwachstum kann mit ernsthaften Folgeerkrankungen einhergehen, Myopie eingeschlossen. Ihr Appell an die Kollegen: „Machen Sie es – Myopie-Versorgung gehört in die augenoptische Praxis!“ Die ersten Schritte können zwar schwierig sein, aber hilfreich seien Fort- und Weiterbildungen. Dafür kann auch unter anderem der COE Campus genutzt werden. COE Fortbildungspunkte gab es auch für die Teilnahme an der Mecklenburger Tagung.
Unternehmensnachfolge – ein Thema, das bewegt
Großes Interesse weckte am Sonntagvormittag der Vortrag von AOS-Unternehmensberater Ingo Kemmer zum Thema Unternehmensnachfolge in der Augenoptik.
Trotz wirtschaftlich turbulenter Zeiten bleibt die Nachfrage nach Betriebsübernahmen in der Branche stabil. Kemmer verdeutlichte: In Deutschland werden jährlich rund 130.000 mittelständische Betriebe verkauft, darunter 300 bis 400 augenoptische Betriebe.
„Eine gelungene Nachfolge ist die Krönung der unternehmerischen Tätigkeit“, betonte er, mahnte aber zugleich: Fehlende Planung könne Zeit und Geld kosten.
Gesundheitsfokus und neue Impulse
Auch gesundheitliche Themen fanden Platz: Pauline und Steffen Geipel von Clear Eye Systems GmbH erläuterten in ihrem Vortrag, wie Omega-3-Fettsäuren die allgemeine Gesundheit und insbesondere die Augengesundheit beeinflussen. Ihr Beitrag fügte sich nahtlos in das vielseitige Programm ein, das wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anwendungstipps verband.
Stimmung und Ausblick
Mit dem Schloss Hotel Fleesensee bot die Tagung erneut eine exklusive Kulisse für ein hochwertiges Fortbildungswochenende. Das stilvolle Ambiente, die professionelle Organisation und die familiäre Atmosphäre trugen zur durchweg positiven Stimmung bei.
„Der Erfolg der diesjährigen Tagung bekräftigt, dass kollegiale Gemeinschaft nicht von Landesgrenzen oder Innungsbezirken begrenzt wird und dass eine gut funktionierende Geschäftsstelle hilfreich ist, um die ehrenamtlichen ‚PS‘ auf die Straße zu bringen“, so Wolfgang Wander, Landesinnungsobermeister der Landesinnung der Augenoptiker und Optometristen Mecklenburg-Vorpommern. Für 2026 liegt die Latte nun hoch, die Veranstalter spornt das umso mehr an: „In diesem Jahr knacken wir Rekorde. Unser Ziel für 2026: 150 Teilnehmer! Das ist ambitioniert, aber das Feedback motiviert uns und wir sind sicher, dass wir unser Ziel erreichen“, ist sich Wander sicher.
Ein Eindruck bleibt: Mecklenburg-Vorpommern ist – um es mit den Worten einiger Teilnehmer zu sagen – „auf der Überholspur“.
Bildergalerie
Quelle: Landesinnung der Augenoptiker und Optometristen Mecklenburg-Vorpommern

















































































