Nunmehr steht in dem wettbewerbsrechtlichen Verfahren gegen eine sog. „Brillenstylistin“ fest, dass auch die klagende Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (kurz: Wettbewerbszentrale) Berufung gegen das Urteil des Landgericht Essen – optikernetz.de berichtete hierzu in der vergangenen Woche – eingelegt hat.

Zuvor hatte sich bereits die beklagte Handeslvertreterin dazu entschieden, sich gegen das Urteil mit dem Rechtsmittel der Berufung zu wehren. Das Landgericht Essen hatte in seinem Urteil der „Brillenstylistin“ untersagt, Verkaufsveranstaltungen für Korrektionsbrillen im Rahmen von „Brillenpartys“ durchzuführen, bei denen sie Kunden eine Glasberatung zukommen lässt, die über rein stilistische Aspekte hinausgeht. Ein Mehr an Beratung dürfe nur von einem Augenoptikermeister selbst oder unter dessen Aufsicht durchgeführt werden.

Diese Entscheidung des Landgerichts ging sowohl der Wettbewerbszentrale wie auch den beiden Verbänden ZVA und AOV NRW noch nicht weit genug. Folglich wird sich also in Bälde das Oberlandesgericht (OLG) Hamm mit dieser Thematik befassen müssen. Man darf gespannt sein, ob das OLG sich noch weitaus stärker den Argumenten der Wettbewerbshüter anschließen wird. Genügend fachliche Unterstützung durch die beiden Berufsverbände sollte vorhanden sein. Optikternetz wird weiter berichten.



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