1895 gründete Alois Mager die „A. Mager Spezialfabrik Ophthalmologischer Instrumente“ in Berlin – und legte damit den Grundstein eines Traditionsunternehmens der optischen und ophthalmologischen Branche, das heute internationales Renommee genießt. Von Berlin ging es nach dem 2. Weltkrieg nach Wetzlar, mittlerweile hatte das Unternehmen auch den Namen geändert – 1932 war aus der Alois Mager Spezialfabrik die Oculus GmbH geworden. 2020 feiert das Unternehmen den 125. Firmengeburtstag und hatte dazu am 5. Februar zu einem Pressegespräch eingeladen.

Rainer Kirchhübel führte durch die historische Sammlung optischer und ophthalmologischer Instrumente und Geräte

Zu Beginn nahm Firmenchef Rainer Kirchhübel seine internationalen Gäste mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Unternehmens: 1947, nach dem 2. Weltkrieg, zog Oculus von Berlin an den heutigen Standort Wetzlar und Dipl. Ing. Kurt Kirchhübel, Neffe des Gründers Alois, trat ins Unternehmen ein; bis 1986 war er einer der geschäftsführenden Gesellschafter. Heute wird Oculus von seinem Sohn Dipl. Ing. Rainer Kirchhübel geführt sowie von dessen Söhnen Christian und Matthias Kirchhübel. Auch Tochter Kerstin und Ehefrau Rita sind wichtige Bestandteile des Unternehmens, ihnen obliegt das Marketing – ein echtes Familienunternehmen.

Refraktionseinheiten einmal anders

Ein wichtiger Erfolgs-Step in der Firmenhistorie war 1985 die Exklusivvereinbarung mit dem japanischen Hersteller Nidek über Vertrieb und Service der Nidek Diagnostik- und Laserproduktlinie in Deutschland. Seitdem ist noch vieles mehr geschehen. Die Firma wuchs, Niederlassungen wurden gegründet, Preise gewonnen– darunter der Red Dot Award und der Silmo d’Or.

Oculus betreibt heute Niederlassungen in den USA, Hongkong, Tschechien, der Slowakei, Polen, Brasilien, Kanada und der Türkei. Am Standort Wetzlar arbeiten aktuell ca. 400 Mitarbeiter.

Ein Blick hinter die Kulissen der Produktion und des Versands:

Einen Teil des gut 1.200 qm messenden Werks in Wetzlar konnten die angereisten Pressevertreter bei der an die Begrüßung und den Blick in die Vergangenheit angeschlossenen Betriebsführung besichtigen. Familie Kirchhübel öffnete die Tore der Produktion und gewährte einen spannenden Einblick in die Gegenwart des Unternehmens. Dabei wurde eines schnell deutlich: Qualität und Fortschritt werden hier großgeschrieben. Die Fertigungstiefe des Unternehmens ist sehr hoch: von der Fertigung über Galvanik, Lackierung und Bedruckung bis hin zur Montage ­– viele der notwenigen Produktionsschritte für die einzelnen Produkte werde im eigenen Werk durchgeführt.

Im Rahmen der zweijährigen Bauarbeiten von 2013 bis 2015 entstand in Wetzlar Dutenhofen ein hochmodernes Hochregallager mit 2.400 qm Lagerfläche sowie erweiterter Raum für den Service sowie die R&D Abteilung. Und Forschung ist bei Oculus von großer Bedeutung. Schon früh in der Firmengeschichte begann die Zusammenarbeit mit Hochschulen,   1957 kooperierte Oculus mit der Universitäts-Augenklinik Tübingen, damals unter der Leitung von Prof. Heinrich Harms und der Oberärztin Prof. Elfriede Aulhorn. Aus dieser Zusammenarbeit ging 1959 das erste Hand Perimeter hervor, das bis 1982 gut 300 Mal gebaut wurde.

2018 erhielt Oculus eine Weltrekord-Urkunde für den größten Sehtest – auf eine Prüfentfernung von 1.500 m

2015 wurde das neue Logistikzentrum in Wetzlar fertiggestellt – mit Sehtest auf der Fassade

Nach der interessanten Führung durch das Werk in Dutenhofen ging es noch einmal zurück in den Konferenzraum, wo der Tag begonnen hatte. Rainer Kirchhübel ging hier auf Fragen der Presse ein und nutzte auch die Gelegenheit seiner Familie, besonders seiner Frau, für ihre Arbeit und Unterstützung zu danken – ein emotionaler Moment, der zeigte, wie verbunden die gesamte Familie Kirchhübel mit dem Unternehmen ist und was das Besondere an einem Familienunternehmen ist.

 

 

 



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